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0 Meinungen | Jul 25, 2011

Das Erlebnis Türkei

Die türkische Riviera, die türkische Ägäis, die großen Städte und die kleinen, ursprünglichen Dörfer machen die Türkei so vielseitig. Den Deutschen ist das Land zu einem der liebsten Urlaubsziele geworden und die Türkei profitiert mittlerweile ganz immens von der Tourismusbranche.

Das Weltkulturerbe

Gleich 16 Stätten in der Türkei stehen auf der Liste des UNESCO-Welterbes. Eine der bekanntesten Städte des Altertums, Troja, gehört dazu. Durch Dichtungen Homers gelangte diese Stadt zu fortwährender weltweiter Berühmtheit. Auch der prächtige Topkap-Palast ist spätestens seit dem Film mit Peter Ustinov in das globale Gedächtnis eingesunken. Die Ruinen der antiken Stadt Xanthos stellen ein Bundesheiligtum des „Lykischer Bundes“ dar und legen Zeugnis über eine längst vergangene, fast vergessene Zeit ab. Bei all den Pilgern, Backpackern, Forschungsreisenden und Pauschaltouristen könnte man eigentlich sagen, dass das Reisen Türkei und die Türkei wiederum “Reisen” bedeutet.

Auch zwei der insgesamt einundvierzig türkischen Nationalparks wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Im Nemrut-Da-Nationalpark thront der Nemrut Da (im Deutschen auch in der älteren Schreibweise als „Berg Nimrod“ bekannt) über allem. Auf seinem Gipfel befinden sich mehrere Terrassen und Ruinen, die zusammen eine Kombination aus Grabstätte und Heiligtum darstellen. Selbst stark zerfallene Statuen, wie der Kopf des Mithras vor dem Löwenhoroskop, wirken immer noch äußerst beeindruckend. Unwetter, Erdbeben und die Eingriffe des Menschen haben dafür gesorgt, dass die Statuen, die einstmals als stumme Wächter den Gipfel säumten, teilweise eingefallen sind und ihre Köpfe durcheinandergewürfelt am Boden vor der Grabstätte liegen. Man vermutet zudem, dass sich im Innern des Gipfels noch eine unentdeckte Grabkammer befindet, doch bisher war keiner der Versuche, die Kammer zu finden, von Erfolg gekrönt. Das sogenannte Löwenhoroskop, das man auf der Westterrasse des Berges fand, ist das älteste Horoskop der Welt.

Die antiken Weltwunder

Gleich zwei der antiken Weltwunder, nämlich der Tempel der Artemis (Artemision) in Ephesos und das Mausoleum von Halikarnassos in Bodrum, waren in Anatolien zu finden. Der Artemistempel war der größte Tempelbau in der Antike und die dazugehörige griechische Stadt Ephesos, die heute eben in der Türkei bei Selçuk liegt, war einst eine wichtige Stadt des römischen Reiches und als solche auch ungemein groß und wohlhabend.
Das monumentale Grabmal von Maussolos, dem persischen Satrapen und Kleinkönig von Karien, muss in der Antike die Anmutung einer uneinnehmbaren Festung gehabt haben. Der Prestige-Bau wurde nach seiner Fertigstellung so unglaublich berühmt, dass die Begriffe Maussoleion und Mausoleum zu einem Synonym für große Grabanlagen wurde.
Sowohl der Artemistempel als auch das Mausoleum von Halikarnassos stehen als Replikas in dem Freizeitpark „Miniatürk“ in Istanbul.

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