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0 Meinungen | Nov 18, 2010

Camping-Urlaub mit dem richtigen Schlafsack

Ob Wildwater-Rafting, Wandern oder einfach nur auf dem Campingplatz zelten, Outdoor- oder Camping-Urlaub fernab von Massentourismus ist beliebt. Wer im Zelt oder sogar ganz unter freiem Himmel übernachten möchte, der braucht einen wärmeisolierten Schlafsack. Wenn der verschlissene Schlafsack seinen Dienst geleistet hat, muss ein neuer angeschafft werden.

Rucksacktouristen sollten vor allem auf das Packmaß achten, denn es gibt an, wie viel Platz der Schlafsack beim Transport einnimmt. Gängige Schlafsäcke sind beispielsweise 40 x 22 cm groß. Ultraschmale sogar 11 x 24 cm, was etwa einem Volumen von zwei Litern entspricht. Auch auf Rad- oder Motorradreisen sollte man eher ein kleines, leichtes Modell bevorzugen. Leider sind die auch meist kostspieliger.

Formen und Material
Ist das Gewicht und das Packmaß entschieden, ist die Form dran. Generell stehen zwei Hauptkategorien zur Auswahl: die Mumienform und die Deckenform.
Wie der Name vermuten lässt, beschreibt die Mumienform einen sehr eng anliegenden Schlafsack. In erster Linie eignen sich diese Schlafsäcke für eisige Tage, weil sie die Körperwärme besser speichern können. Wer unter Platzangst leidet, sollte auf die weiter geschnittene Deckenform zurückgreifen. Dieses Modell bietet zwar einen höheren Schlafkomfort, ist jedoch nicht so warm. Eine Kombination aus beiden Formen ist die Ei-Form. Hierbei handelt es sich um einen Mumien-Schlafsack, der nach oben hin weiter wird. Prinzipiell sollte bei der Auswahl eines Schlafsackes auch die Größe des Nutzers berücksichtigt werden. Ist der Schlafsack zu groß, frieren meist kleine Personen, da im Fußbereich sich nicht erwärmte Luft staut.

Kunstfaser oder Daunen? Das ist hier die Frage. Kunstfaserschlafsäcke sind robust, feuchtigkeitsresistenter und antiallergisch. Gegen die Modelle sprechen jedoch ihre geringe Lebensdauer und ein höheres Gewicht und Packmaß als bei Daunenschlafsäcken.
Wer kälteempfindlich ist und schnell zu frösteln neigt, für den ist die Daunen-Variante genau richtig, denn diese Modelle verfügen über eine höhere Wärmeleistung und sind länger haltbar. Beim Kauf ist allerdings der Qualitätsunterschied bei Daunen zu beachten: Als Richtgröße dient die sogenannte Fillpower. Je höher die Fillpower, desto besser ist der Schlafsack isoliert, aber auch schwerer.

Temperaturbereich
Ein weiterer Unterschied liegt in ihrem Temperaturbereich. Normale Allround-Modelle haben einen Komfort-Temperaturbereich von etwa -5 bis -15 Grad Celsius. Reicht der Wert nur bis um die 0 Grad, eignen sich diese nur für warme Sommernächte und keineswegs für Reisen in kühle Gebiete. Werte bis zu -40 Grad sind gut für extrem eisige Regionen.

Beherzigt man beim Kauf einige dieser Tipps, erlebt man keine bösen Überraschungen. Dann kann der nächste Outdoor- und Camping-Urlaub getrost kommen.

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